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Führung durch das Rungholtmuseum Bahnsen
09.02.2020 12:18

Es ist Samstagmittag, Anfang Februar und wir machen uns auf den Weg Richtung Westerschütting. Hier steht das Rungholtmuseum von Helmut Bahnsen. Die Geschichte des Museums begann vor fast 50 Jahren, als Helmut am 07.07.1971 seine erste Scherbe fand.Wir betreten einen Anbau und müssen uns erst einmal orientieren, Fundstücke und Dokumentationen bis unter die Decke. Mit uns sind schon Besucher vor Ort, mit denen sich Helmut unterhält. Sind wir zu spät? „Nein, hier ist jeder Gast willkommen und bekommt, wenn es passt auch zu jeder Zeit was zu hören.“ Unsere Führung beginnt um 13 Uhr, in einer kleinen Gruppe, aber nicht weniger informativ, wie wir am Ende feststellen können.Er zeigt seine Funde (Ihm werden auch immer mal wieder Fundstücke von Gästen gebracht.), erklärt wie man sie, anhand welcher Merkmale zuordnen kann und verbindet sie mit tollen Geschichten.Viel Wissen hat er sich über seine Hunderte von Bücher angeeignet und sonst hilft bei einigen Erklärungen auch einfach mal die Fantasie. Lasst Euch unbedingt die Geschicht zur Sage von der „Frau mit den Roten Rock“ erzählen. Wie und woran kann man vergangene Siedlungen erkennen?Helmut erzählt über den Deichbau und bezieht seine Zuhörer mit ein: „Du, mit den roten Haaren, wärst dann fällig geworden.“ Hört Euch selbst mal die damaligen Sitten Rund um den Deichbau an. Aus Schubladen holt er kleine Kostbarkeiten, Schmuckähnliche Gegenstände und lässt uns raten, worum es sich handelt. Nebenbei erfahren wir einige Ideen zu verschiedensten Redewendungen.Wir dürfen uns umsehen und zu jeder gestellten Frage, hat Helmut Bahnsen seine Antwort, mal lustig aber auch mal ernst. Aus den ganzen Scherben, Puzzleteilen entstehen ja nicht nur Schüsseln oder Krüge, auch unsere Vergangenheit wird sichtbar gemacht. Kulturspuren eben…

Sturm Sabine

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